Klaus Rohwer 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Mundharmonika



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Frage:Ich habe im Nachlass meines Großvaters eine alte Mundharmonika der Marke Koch (Weiss, Pohl, Böhm, Hohner, ...) gefunden. Sie ist bestimmt sehr wertvoll! Können Sie mir sagen, wem ich diese Mundharmonika verkaufen und welchen Preis ich damit erzielen kann?
Antwort:Ich bin kein Sammler antiker Mundharmonikas. Deswegen können Sie mir erstens Ihren Fund nicht verkaufen, und ich kann Ihnen zweitens auch nicht sagen, was er wert ist. Machen Sie sich bitte nicht zu große Hoffnungen! Alte Mundharmonikas gibt es haufenweise, und nur selten handelt es sich bei Nachlassfunden um wirklich wertvolle Stücke. Bitte sehen Sie von derartigen Anfragen an mich ab! Vielleicht können Sie sich an ein Harmonika- oder sonstiges Musikinstrumentenmuseum wenden; solche gibt es in Trossingen sowie in Klingenthal und Umgebung, z.B. in Markneukirchen.

Frage:Wie macht das dieser Michael Hirte?
Antwort:Über die Spielkünste eines Michael Hirte gehen die Meinungen weit auseinander, und ich möchte mich da auf keine Seite schlagen. Inzwischen gibt es ein Buch, nach dem man "mit Michael Hirte" Mundharmonika lernen kann: GARANTIERT MUNDHARMONIKA LERNEN. Lesen Sie über dieses Buch auch meine Rezension!

Frage:Ich möchte gerne Mundharmonika spielen lernen, kann aber keine Noten lesen. Können Sie mir Lehrbücher nennen, nach denen man ohne Noten lernen kann?
Antwort:Die meisten Lehrbücher sind für die "normale" Mundharmonika geschrieben, das ist die sogenannte diatonische Mundharmonika mit Tonanordnung nach Richter oder kurz Bluesharp. Diese Bücher enthalten meistens neben Noten auch eine Tabulatur, nach der man auch ohne Notenkenntnisse lernen kann ("Spielen nach Zahlen"). Die Tabulaturschreibweise bezeichnet einfach den zu benutzenden Kanal und die Luftstromrichtung (Blasen oder Ziehen). Eine -- unvollständige -- Auswahl finden Sie unter meinen Mundharmonika-Links.

Frage:Können Sie mir nicht eine website im Internet nennen, auf der ich die Tabulaturen ("Spielen nach Zahlen") für bekannte Weihnachtslieder (Volkslieder, Schlager, ...) finde?
Antwort:Weil solche Seiten im Internet häufig recht kurzlebig sind, kann ich Ihnen keine Liste präsentieren, sondern Ihnen nur empfehlen, selbst einmal in einer Suchmaschine (z. B. Google) die Begriffe "Mundharmonika" und "Tabulatur" einzugeben. Zusätzlich sollten sie auch mal die Suche mit "Harmonica" oder "Harp" und "Tabs" versuchen! Sie werden eine Menge websites finden, großenteils allerdings auf Englisch. Wenn Sie dort auf "Silent Night, Holy Night" stoßen, können Sie sich vielleicht denken, wie das wohl auf Deutsch heißt... Zusätzlich ist noch zu sagen, dass es verschiedene Tabulaturschreibweisen gibt, z.B. entweder mit Pfeilen für Blasen und Ziehen oder mit negativen Vorzeichen für Ziehtöne oder mit andersfarbig unterlegten Ziffern.

Frage:Können Sie mir nicht irgendein bestimmtes Lehrbuch besonders empfehlen?
Antwort:Ich selbst unterrichte nicht und bin von daher auch nicht auf dem Laufenden, was es so alles an Lehrmaterialien für Mundharmonika gibt. Eine -- unvollständige -- Auswahl finden Sie unter meinen Mundharmonika-Links. Da ich aber immer wieder gefragt werde, hier diejenigen Werke, die in Mundharmonika-mailgroups wie dem harpchat schon öfter gelobt wurden (Stand Frühjahr 2005) - aber ohne Gewähr, denn ich kenne diese Werke nicht aus eigener Anschauung!

Frage:Ich habe kürzlich im Nachlass meines Großvaters eine Mundharmonika "Unsere Lieblinge" ("Echo", "Comet") gefunden und möchte jetzt Mundharmonika spielen lernen. Meinen Sie, dass dieses Instrument dafür geeignet ist?
Antwort:Nein. Bei den genannten Modellen (allesamt von Hohner) handelt es sich um sogenannte Oktav- und/oder Tremolo-Mundharmonikas. Diese Instrumente sind "doppeltönig", das heißt, immer wenn man hineinbläst, erklingen zwei Stimmzungen gleichzeitig. Das führt zwar zu einem schönen, vollen Ton, der Anfänger begeistert und schnelle Erfolgserlebnisse verspricht - die aber leider nicht wirklich eintreten. Das Erste, was ein Mundharmonikaspieler lernen muss ist nämlich, saubere Einzeltöne spielen zu können. Und genau das ist mit doppeltönigen Instrumenten nicht möglich, weil sie vom Prinzip her gar keine sauberen Einzeltöne erzeugen können. Dazu braucht man -- jedenfalls für den Anfang -- ein "einfachtöniges" Instrument. Ich empfehle, mit einer sogenannten Bluesharp zu beginnen, einer einfachtönigen diatonischen Mundharmonika, die nach dem Richter-System gestimmt ist. Darauf kann man keineswegs nur Blues spielen, sondern auch die meisten Volks-, Weihnachts- und Kirchenlieder, Schlager, Kinder- und Wanderlieder -- und sogar Rock! Später, wenn man das Einzeltonspiel auf einer einfachtönigen Mundharmonika beherrscht, kann man durchaus wieder auf ein doppeltöniges Instrument wechseln, das man dann wesentlich genauer spielen kann und dadurch auch bedeutend besser klingt. Von der Stilrichtung her eignen sich solche Instrumente allerdings eher für Volks- oder volkstümliche Musik, Oktav-Mundharmonikas übrigens auch sehr schön für Tango! (Wer genau weiß, dass er später einmal anspruchsvollere Musik wie Jazz oder Klassik spielen will, wird ohnehin nicht zu einer Oktav- oder Tremolo-Mundharmonika greifen, sondern gleich mit einer chromatischen Mundharmonika anfangen. )

Frage:Ich möchte gerne Mundharmonika spielen lernen, weiß aber nicht, welches Instrument in welcher Tonart ich mir kaufen soll. Wozu würden Sie mir raten?
Antwort:Zu dieser Frage habe ich etwas in meinen Mundharmonikatipps geschrieben, und zwar unter dem Punkt Modellauswahl. Kurz gesagt (das trifft in den meisten Fällen zu): besorgen Sie sich eine Bluesharp in C-Dur!

Frage:Ich habe gestern den Mundharmonikaspieler X im Fernsehen gesehen (live/im Radio/auf CD gehört), wie er das Lied Y gespielt hat. Das möchte ich auch können! Können Sie mir sagen, wie ich es möglichst schnell lernen kann?
Antwort:Es gibt drei Wege, das Mundharmonikaspiel zu erlernen:
  1. Üben
  2. Üben
  3. Üben
Es ist ein Irrtum zu glauben, die Mundharmonika könne man schneller beherrschen lernen als jedes andere Musikinstrument. Ein Lehrbuch und/oder Unterricht bzw. ein Kurs in der Volkshochschule kann einem den Einstieg erleichtern, aber das Üben wird dadurch nicht überflüssig. Dabei bringt es mehr, täglich 10 Minuten zu üben als einmal in der Woche zwei Stunden. Es klingt paradox, aber: langsam üben geht schneller! Also üben Sie langsam! Schneller geht es dann später von selbst. Mit "langsam üben" meine ich natürlich nicht 10 Minuten täglich statt einer Stunde täglich (das wäre optimal), sondern dass Sie die Stücke langsam spielen sollten, auch und vor allem schnelle Stücke! Was auch noch hilfreich ist: Hören! Besorgen Sie sich Aufnahmen von Musik in dem Stil, den Sie selbst gerne spielen würden und hören Sie sich die immer wieder an! Auf den Aufnahmen muss nicht einmal eine Mundharmonika dabei sein. Versuchen Sie, mitzuspielen!

Frage:Ich möchte gerne Mundharmonika spielen lernen. Können Sie mir sagen, wer mir im Raum Köln (Bamberg, Rostock,...) Unterricht geben kann?
Antwort:So ganz konkret kann ich das nicht, aber es gibt im Internet die Seite "Mundharmonikalernen", auf der Sie eine Liste deutschsprachiger Mundharmonikalehrer finden. Das sollte Ihnen weiterhelfen. Leider ist diese Liste keineswegs vollständig.
Früher habe ich an dieser Stelle auf die "3D-Harp-Map" verweisen können, die es leider nicht mehr gibt, weil deren Initiator Igor Flach , ein hervorragender Mundharmonikaspieler und sehr liebenswerter und hilfsbereiter Mensch, verstorben ist.

Frage:Ich möchte gerne lernen so zu spielen wie Bob Dylan. Was muss ich tun?
Antwort:Vergiss alles, was Du bisher über das Mundharmonikaspielen gelernt hast und spiele drauflos – anders hat es Bob Dylan auch nicht gemacht. Er ist ein lausiger Mundharmonikaspieler, aber leider gibt ihm der Erfolg recht (und tut der Mundharmonika unrecht). Und um auch diese Frage noch zu beantworten: Bob Dylan pflegte eine Hohner Marine Band in C-Dur zu benutzen.

Frage:Wie spielt man das "Lied vom Tod"?
Antwort: "Das Lied vom Tod" ist gar nicht so einfach zu spielen! Man kann es auf einer diatonischen Richter-Mundharmonika (Bluesharp) versuchen, aber im Original ist es wahrscheinlich auf einer chromatischen Mundharmonika gespielt worden. Auf jeden Fall wurde im Film sehr viel Hall hinzugefügt!

Eine häufig zitierte Tonfolge (siehe jedoch unten) ist e'' - c'' - es'' - e". Das kann man auf einer Bluesharp in F auf folgende Weise erreichen :

Kanal 3 ziehen - Kanal 2 ziehen - Kanal 3 ziehen mit Halbtonbend - Kanal 3 ziehen

Man muss also das Bending beherrschen. Etwas einfacher geht es auf einer Bluesharp in G, weil der Halbtonbend auf Kanal 6 leichter zu treffen ist:

Kanal 6 ziehen - Kanal 5 ziehen - Kanal 6 ziehen mit Halbtonbend - Kanal 6 ziehen

Auf einer chromatischen Mundharmonika kann man es wie folgt spielen:

Kanal 5 mit gedrücktem Schieber ziehen - Kanal 4 (ohne Schieber) ziehen - Kanal 5 (mit halb gedrücktem Schieber) ziehen - Kanal 5 mit gedrücktem Schieber ziehen (Tonfolge: es" - h" - d" - es" bzw. international: eb" - b" - d" - eb")

Gewöhnlich wird behauptet, dies wäre gegenüber der Originaltonart (A-moll) einen Halbton zu tief, und um es im Original zu spielen, müsste man eine Sonderstimmung in C#-Dur benutzen. Nach neueren Informationen ist die Originaltonart im Film aber Bb-moll, die Tonfolge also f'' - c#'' - e'' - f''. Dies spielt man auf einer C-Dur-Chrom folgendermaßen:

Kanal 6 mit gedrücktem Schieber blasen - Kanal 5 mit gedrücktem Schieber blasen - Kanal 6 mit HALB gedrücktem Schieber blasen - Kanal 6 mit ganz gedrücktem Schieber blasen.

Das Wichtigste ist, dass man beim zweitletzten Ton den Schieber halb hineindrückt, so dass zwei um einen Halbtonschritt auseinanderliegende Töne gleichzeitig erklingen. Das ergibt eine kräftige Dissonanz und lässt die Zuhörer schaudern...

(Für Hinweise zu diesem Thema danke ich Steve Baker, Ralph Reiser, Niels Knoop und Dirk Buchbinder aus dem harpchat sowie Otto-Karl Wagner (private Korrespondenz)).

Frage:Ich habe mir eine billige Mundharmonika gekauft (ersteigert, geschenkt bekommen, ...) und nun möchte ich gerne wissen, in welcher Tonart sie gestimmt ist. Drauf steht nichts.
Antwort: Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in C-Dur gestimmt ist. Genau kann man es nur durch Vergleich mit einem Stimmgerät oder mit einem zuverlässig gestimmten, anderen Instrument herausbekommen. Aber billige Mundharmonikas sollte man grundsätzlich nicht kaufen, denn sie sind nicht preiswert! Sie sind meist schlecht verarbeitet, manche Töne sprechen nicht richtig oder gar nicht an, und sie gehen schnell kaputt. Bedenke: eine gute Marken-Mundharmonika kostet immer noch viel weniger als das billigste Noname-Saxophon! Von einem Klavier wollen wir erst gar nicht reden...

Frage:Auf meiner Mundharmonika fehlen einige Töne und andere sind doppelt. Ist das normal?
Antwort:Ja, wenn es sich um eine Mundharmonika handelt, die nach dem sogenannten Richter-System gestimmt ist -- und das sind die meisten -- dann ist das normal. Mehr dazu findest Du in meiner kleinen Mundharmonikakunde.

Frage:Bei meiner Mundharmonika gehen die tiefen / die mittleren / die hohen Töne nicht bzw. nur mit sehr viel Puste. Ist das normal?
Antwort:Nein, das sollte keineswegs so sein! Bei alten, lange nicht gebrauchten Mundharmonikas ist es an der Tagesordnung, aber leider kommt es sogar bei fabrikneuen Mundharmonikas immer noch manchmal vor, dass die sogenannten Lösabstände nicht richtig eingestellt sind. Das sind die Abstände zwischen den Spitzen der Stimmzungen und der Stimmplatte, auf der sie aufgenietet sind. Ist ein Lösabstand zu klein, so kann es vorkommen, dass die Stimmzunge "klemmt" und keinen Ton von sich gibt, oder nur, wenn man sie ganz vorsichtig anspielt. Ist der Lösabstand zu groß, so braucht man sehr viel Luft, um die Stimmzunge in Schwingungen zu versetzen. Die Lösabstände kann man jedoch verhältnismäßig einfach selbst korrigieren; wie, das steht in meinen Mundharmonikatipps unter "Stimmen und Lösen". Bei allzu billigen Modellen kann es jedoch sein, dass auch das Einstellen des Lösabstandes keine Verbesserung bringt, weil die Stimmzungen einfach zu klein für die Stimmzungenschlitze sind und daher zu viel Nebenluft durchlassen.

Frage:Ich habe mir vor Kurzem eine Bluesharp gekauft, bei der geht einer von den tiefen Ziehtönen nicht richtig. Deswegen habe ich mir noch eine von einer anderen Marke gekauft, aber bei der ist es das Selbe. Es kann doch eigentlich nicht sein, dass bei zwei Mundharmonikas von verschiedenen Herstellern der selbe Ton nicht geht. Mache ich vielleicht etwas falsch?
Antwort:Wie Sie schon ganz richtig vermuten, liegt es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am Spieler bzw. an der Technik, noch genauer: an der Mundstellung. Der Mund-Rachen-Raum spielt beim Mundharmonikaspielen eine große Rolle als Resonanzraum. Und wenn das Volumen dieses Raumes gerade so ist, dass eine Resonanz für den betreffenden Ton nicht möglich ist ("Anti-Resonanz"), dann klingt er halt nicht gut oder überhaupt nicht. Dieser Effekt tritt besonders häufig bei den tiefen Ziehtönen auf, und das kann bei verschiedenen Spielern verschiedene Töne betreffen - jeder Mund ist anders! Die Lösung ist: üben Sie, die Größe des Mund-Rachen-Raumes zu verändern, so lange, bis der Ton gut klingt! Meist hilft es, den Mundraum zunächst einmal möglichst weit zu öffnen, die Mundharmonika ganz locker anzusetzen und einen ersten, noch leisen Ton erklingen zu lassen. Experimentieren Sie dann mit Bewegungen des Unterkiefers und der Zunge. Sie werden merken, dass der Ton lauter und leiser wird. Suchen Sie die Stellung, bei der der Ton am lautesten ist. Schließen Sie den Mund um die Harp herum weiter und versuchen Sie dabei, die Mundstellung so zu justieren, dass der Ton nicht leiser, sondern lauter wird. So werden Sie schließlich einen vollen Ton erreichen. Leider kann ich keinen allgemeinen Hinweis geben, wie die Mundstellung sein muss, denn die ist bei jedem Menschen verschieden. Auf der anderen Seite gibt es dabei noch etwas zu beachten: Sie sollten nicht ins "Bending" hinübergleiten, das ist das "Herunterbiegen" der Töne durch die Spieltechnik! Dies müssen sie separat auch noch beherrschen lernen, d.h. Sie müssen sowohl "gerade" (reine) als auch "gebogene" (heruntergezogene) Töne spielen lernen, und dieses Herunterbiegen macht man eben auch über die Mund- und Rachenstellung. Sie werden - wie alle Mundharmonikaspieler - etwas üben müssen, bis Ihnen alle Töne gleichmäßig gut gelingen. Manche (wie ich) können auf Anhieb reine Töne spielen, haben aber anfänglich erhebliche Schwierigkeiten, das Bending hin zu bekommen. Andere können sofort "heruntergebogene" Töne spielen, haben aber große Schwierigkeiten, reine, saubere Töne zu spielen. Das ist leider sehr individuell... aber man kann es lernen - durch Üben, wie sonst!

Frage:Was ist eigentlich "Bending" und wie geht das?
Antwort:"Bending" ist eigentlich englisch und bedeutet "beugen" oder "biegen" - das "Herunterbiegen" der Töne nämlich, durch eine spezielle Spieltechnik. Dieses Herunterbiegen braucht man, um bestimmte Halbtöne auf einer diatonischen Mundharmonika (Bluesharp) zu erreichen, die sonst eigentlich gar nicht darauf sind, oder um die typischen blue notes im Blues zu erzeugen. Grob gesagt erzeugt man das Bending durch eine Veränderung des Mund-Rachen-Raumes, etwa so, wie wenn man ein A spricht und dieses in ein U übergehen lässt: Aaaaaauuuuu... Natürlich singt man das nicht, sondern "atmet" es durch die Mundharmonika. Wie es genau geht, ist in den verschiedenen Lehrwerken für Blues-Mundharmonika (siehe oben) mehr oder weniger genau beschrieben. Außerdem muss man es mal gehört haben, damit man es sich vorstellen kann. Dafür sind die Tonträger recht nützlich, die den meisten Lehrbüchern beigefügt sind. Bending funktioniert nur bei bestimmten Tönen: bei den tiefen Ziehtönen (auf der linken Seite der Mundharmonika) und bei den hohen Blastönen (auf der rechten Seite); bei den mittleren Tönen funktioniert es gar nicht. (Warum das so ist, kann man in meiner "Kleinen Mundharmonikaphysik" nachlesen.)

Frage:In meiner Mundharmonika sind so weiße Plastik-Stimmzungen drin. Ist das normal?
Antwort:Ja, aber das sind keine Stimmzungen, sondern Ventile! Besonders chromatische Mundharmonikas (die mit dem Schieber), aber auch einige wenige diatonische Modelle, enthalten Ventile, um die Luftverluste zu verringern. Das sind keine Ventile wie bei einer Trompete, sondern sie funktionieren eher wie bei einem Fahrradschlauch und verhindern, dass durch den Schlitz der Ziehzunge im selben Kanal Luft austreten kann, wenn man gerade einen Blaston spielt - und umgekehrt. Ventile sind häufig die Ursache dafür, dass alte chromatische Instrumente nicht mehr richtig funktionieren: sie "ploppen" und/oder "schnarren". Dann sind die Ventile entweder verklebt oder hochgebogen und müssen erneuert werden. Wie das geht, habe ich in meinen Mundharmonika-Tipps unter "Wartung und Pflege" beschrieben.

Frage:Ich möchte gerne wissen, welche Mundharmonika die Gruppe X in dem Stück Y benutzt.
Antwort:Diese Frage kann ich auch nicht beantworten. Ich kenne nicht jedes Stück, das jemals auf einer Mundharmonika gespielt wurde. Bitte sehen Sie auch davon ab, mir das Stück als MP3 zuzusenden!
  • Ich bin ganz schlecht im Heraushören, um welche Tonart es sich handelt.
  • Ich bin ganz schlecht im Heraushören, um welche Mundharmonika es sich handelt.
  • Um das Nachspielen von Stücken zu verhindern, benutzen manche Produzenten einen Trick: Sie ändern die Geschwindigkeit so, dass die Töne gerade um einen Viertelton verschoben werden. Das kann man nur mit einem absoluten Gehör (das ich nicht habe) oder mit geeigneten technischen Mitteln feststellen - oder eben dadurch, dass keine Mundharmonika dazu passt.
Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an den eines der zahlreichen Internet-Foren, die es mittlerweile zum Thema Mundharmonika gibt. Es ist meist jemand dabei, der die Frage beantworten kann.

Frage:Ich möchte gerne verstärkt spielen. Können Sie mich beraten, welches Mikrofon und welchen Verstärker ich kaufen soll?
Antwort:Zwar spiele ich selbst über einen Verstärker (zumindest beim Zusammenspiel mit meiner Band, also bei Proben und Auftritten), aber bei der Vielzahl erhältlicher Mikrofone und Verstärker -- und alljährlich kommen neue hinzu -- kann ich beim besten Willen keine bestimmte Empfehlung abgeben. Welche Art Mikrofon und welche Ausführung eines Verstärkers für Sie geeignet ist, hängt auch davon ab, welchen Musikstil Sie spielen wollen: für Blues werden Sie ein ganz andere Kombination als stimmig empfinden als beispielsweise für Klassik. Lesen Sie dazu auch meine Mundharmonika-Tipps zum Thema Verstärkung.

Frage:Wenn Sie so viel von Mundharmonikas verstehen, dann können Sie sicher sehr gut spielen. Wo kann man Sie denn mal hören?
Antwort:Derzeit spiele ich nicht in einer Band, aber gelegentlich auf Jam Sessions in Ulm und Neu-Ulm. Von 1996 bis 2016 habe ich in der Gruppe DC JazzLab gespielt, von der gibt auch eine CD, die Sie über die DC-JazzLab-website beziehen können - oder über mich (solange der Vorrat noch reicht; Kontakt).

Frage:Sie haben solch eine umfangreiche website und so viele Hobbies und sicher auch eine anspruchsvolle Arbeit -- wo nehmen Sie die Zeit dazu her?
Antwort: Ich gucke kein Fernsehen, und bei Facebook oder WhatsApp bin ich auch nicht.

Diese Liste wird bei Gelegenheit erweitert.


Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, so finden Sie vielleicht eine Antwort unter:

Meine Mundharmonika-Tipps
Meine kleine Mundharmonikakunde
Meine kleine Mundharmonikaphysik
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