Klaus Rohwer 

Kleine Mundharmonikakunde



Startseite
privat
Hobbies...
Mundharmonika: 
Allgemeines

My harp story

Meine Mundharmonika- Publikationen:

Rezension: Garantiert Mundharmonika lernen

Die Harp-Uhr

Kleine Mundharmonikakunde

Kleine Mundharmonikaphysik

Beheizbarer Mundharmonikakoffer

Elektrische Mundharmonika

Harp-Mikrofon zum Selberbauen

Toots Thielemans - Tänzer zwischen Lächeln und Traurigkeit (Portrait)

Batida Diferente
- Mauricio Einhorn, die Mundharmonika und die Bossa Nova
(Portrait)

Jazz-Mundharmonika- spieler der Welt

Meine dreizehn Freundinnen (Satire)

Die Mundharmonika - ein musikalischer Globetrotter (Buchbesprechung)

CD-Besprechungen

Mundharmonika-Tipps

Häufig gestellte Fragen

Welche Mundharmonika für welchen Zweck?

Mundharmonika- Wörterbuch englisch - deutsch
deutsch - englisch

Mundharmonika- Geschichte

Mundharmonika- Links 

Jazz

beruflich...
Links 
Kontakt 


Zurück zum Anfang der Kleinen Mundharmonikakunde
Zurück zum Thema Chromatische Mundharmonikas

Elektrische und elektronische Mundharmonikas

Die Entwicklung elektrischer bzw. elektronischer Mundharmonikas zielt darauf ab, einerseits die Rückkopplungsneigung bei der Verstärkung konventioneller Mundharmonikas zu überwinden und andererseits -- wie bei der E-Gitarre -- völlig neue Klangmöglichkeiten zu eröffnen.

Das Pendant zur E-Gitarre, die E-Mundharmonika, gibt es inzwischen (Stand 2013) tatsächlich zu kaufen, und zwar bei der Firma TurboHarp (USA), die TurboHarp ELX [17] (Abb. 22). Die TurboHarp ELX beruht auf Sensoren, die jede einzelne Stimmzunge abtasten, ähnlich wie die Tonabnehmer an den Saiten einer elektrischen Gitarre.

Abb. 22: Elektrische Mundharmonika TurboHarp/ELX, schematische Zeichnung TurboHarp ELX

Solch eine Mundharmonika hat der Autor 1999 unabhängig von AntakaMatics ebenfalls erfunden und 2007 dann auch realisiert, nachdem die TurboHarp ELX zu dieser Zeit immer noch nicht auf den Markt gekommen war. Er spielt sie seitdem auch auf der Bühne und hat damit ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Der Klang unterscheidet sich nur wenig von dem einer konventionell verstärkten Mundharmonika, außer bei den tiefen Tönen, die länger nachklingen. Wer sie nachbauen oder weiterentwickeln möchte, findet die Grundlagen ebenfalls auf dieser website beschrieben unter dem Stichwort Elektrische Mundharmonika.

Als "the world's first electric harmonica" werden Instrumente der englischen Firma haRmonic solutions [18] angepriesen. Es gibt sie sowohl in diatonischer als auch in chromatischer Ausführung, die jeweils auf Mundharmonikamodellen der Firma Hering [14] beruhen. Da sie aber lediglich eingebaute Mikrofone enthalten, entsprechen sie eher der Akustikgitarre, die es ebenfalls mit integriertem Mikrofon gibt. Die klanglichen Möglichkeiten gehen denn auch nicht über die der konventionell verstärken Mundharmonika hinaus, und die Rückkopplungsgefahr ist auch nicht vollständig gebannt (wie sich der Autor selbst überzeugen konnte).

Eine rein elektronische "Mundharmonika" ist dagegen der sogenannte Millioniser 2000/2001 [19], eine Erfindung des Schweizer Mundharmonikaspielers Walt Miller (eigentlich Walter Müller [20]). Das Wort Mundharmonika steht hier in Anführungszeichen, denn es handelt sich dabei nicht um ein Instrument mit durchschlagenden Stimmzungen, sondern um ein Interface für (zunächst analoge, später auch MIDI-) Synthesizer, das eine der Mundharmonika entsprechende Spielweise ermöglicht. Die Tonerzeugung erfolgt nicht im "Instrument" selbst, sondern rein digital im angeschlossenenSynthesizer. Dieser bestimmt auch vollständig die Klangmöglichkeiten. Der Teil, den der Spieler in der Hand hält, enthält ein Mundstück, das man zwischen die Lippen klemmt und auf dem in der Hand gehaltenen Gehäuse mit dem Mund hin und her schiebt. Diese Mundstück enthält einen Blaswandler (ähnlich wie in anderen elektronischen Blasinstrumenten wie dem EWI von Akai auch), der die Lautstärke bestimmt, während die Position des Mundstücks auf dem Gehäuse sowie die Luftrichtung (Blasen/Ziehen) den gespielten Ton festlegt. Da es keine Mikrofone und keine Tonabnehmer gibt, sind Rückkopplungen ausgeschlossen. Die Jazz-Mundharmonikaspieler Wim Dijkgraaf (Niederlande) und Eddie Gordon (USA) gehören zu den Wenigen, die mit dem Millioniser experimentiert haben. Das Instrument scheint aber derzeit (Stand Oktober 2015) nicht auf dem Markt verfügbar zu sein. Laut Ankündigung von 2009 der Firma SM-Elektronik in der Schweiz ist aber geplant, eine neue MIDI-Version des Millionisers auf den Markt zu bringen.

Weiter zum Thema Begleitmundharmonikas

Weitere Themen:
Diatonische Mundharmonikas
Einfach- und doppeltönige Mundharmonikas
Richter-Mundharmonikas
Solo-Mundharmonikas
Sonderstimmungen diatonischer Mundharmonikas
Chromatische Mundharmonikas
Sonderstimmungen chromatischer Mundharmonikas
Literatur- und Quellenhinweise
Welche Mundharmonika für welchen Zweck?

Ich danke den Firmen Hohner, Huang Inc. und GEWA (deutscher Distributor für Huang, Victory und Tombo-/Lee-Oskar-Produkte) für die Bereitstellung von Abbildungen. Weitere Abbildungen habe ich den Internetseiten der jeweiligen Hersteller entnommen.


HTML-Code geprüft und für korrekt befunden: 

Valid HTML 4.0!


(c) 2003-2015 Klaus Rohwer