Klaus Rohwer 

Beheizbarer Mundharmonikakoffer



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Wie bereits in meinen Mundharmonikatipps betont, empfehle ich, Mundharmonikas vor dem Spielen anzuwärmen -- es kommt der Lebensdauer der Stimmzungen sehr zugute. Bei einer einzelnen Mundharmonika macht man das am besten mit der Hand. Will man mehrere Mundharmonikas gleichzeitig anwärmen, so geht das einigermaßen, indem man sie in die Hosentaschen steckt (wenn es nicht zu viele sind...). Blues-Mundharmonikaspieler haben da meist kein Problem, denn sie verwenden sowieso gerne Röhrenverstärker -- wegen des Sounds. Die werden im Betrieb auf der Oberseite schön warm, so dass man seine Bluesharps darauf legen kann, und sie sind immer gut vorgewärmt. So habe ich es früher auch gemacht. Als Jazzmusiker lege ich aber nicht so großen Wert auf den "Original Chicago-Sound" der Bluesharp, sondern spiele meist chromatische Mundharmonika in der Nachfolge von Toots Thielemans. Deshalb kann ich einen Transitorverstärker verwenden, der verschiedene Vorteile hat, aber eben nicht mehr so warm wird. Deshalb habe ich mir für die Erwärmung meiner Mundharmonikas etwas Neues ausgedacht: einen elektrisch beheizbaren Koffer!
 Das Bild links zeigt meinen Mundharmonikakoffer (Alufarbener Koffer mit Alu-Kantenprofilen, aus dem Baumarkt) und die Heizplatte. Sie besteht aus einer Aluminiumplatte, die ich mir von einem Schlosser besorgt und auf das passende Maß habe zurechtschneiden lassen. Darauf aufgeklebt ist die Heizfolie, die eigentlich zur Spiegelbeheizung im Badezimmer gedacht ist -- damit der Spiegel nicht beschlägt. Solche Heizfolien müsste es folglich im Sanitärhandel geben, ich habe meine allerdings bei Conrad-Electronic entdeckt. Sie ist für 230 Volt ausgelegt und hat eine Leistung von 25 Watt.
 Das nebenstehende Bild zeigt den Koffer mit eingelegter Heizplatte. Sie nimmt nur etwa die rechten drei Viertel des Bodens ein. Zwischen die Heizfolie, die sich auf der Unterseite der Platte befindet, und den Kofferboden habe ich noch eine thermische Isolierschicht aus mehreren Lagen Polypropylenschaumfolie (Verpackungsmaterial) gelegt, die allerdings im Bild nicht zu sehen ist. Der elektrische Anschluss des Koffers befindet sich in der hinteren linken Ecke. Der Sicherheit zuliebe habe ich die Aluplatte noch mit einem grün-gelben Kabel mit dem Schutzleiteranschluss verbunden. Was es mit den beiden kurzen Leisten auf sich hat, die ich an die Wände des Koffers geschraubt habe, ist im nächsten Bild zu sehen.
 Die beiden kurzen Leisten auf dem vorigen Bild dienen -- zusammen mit einem Brettchen und einer Kunststoffplatte -- zur Montage eines Dimmers (der eigentlich zum Einbau in eine Unterputzdose gedacht war). Dieser Dimmer ermöglicht es, die Leistung der Heizfolie etwas zu reduzieren, denn besonders im Sommer werden die Mundharmonikas sonst leicht allzu warm. Der Dimmer ist zwar laut Aufschrift erst für Lasten ab 40 W geeignet, aber wie ich mich mit einer 25-W-Glühlampe überzeugt habe, funktioniert er auch schon bei dieser geringeren Leistung zuverlässig. Die metallische Montageplatte des Dimmers habe ich sicherheitshalber auch mit dem Schutzleiter verbunden, denn sie steht mit einigen der Schrauben auf der Frontplatte in leitender Verbindung.
 Das nebenstehende Bild zeigt den Koffer nun mit eingesetzten Teilungsstegen, die schon zum ursprünglichen Koffer gehörten. Ihre Positionen kann man an den beabsichtigten Inhalt des Koffers anpassen.
 Das letzte Bild gibt Gelegenheit einmal zu sehen, was ich so alles in meinem Mundharmonikakoffer mit mir herumschleppe: Im Deckel ist noch eine Platte befestigt (gehörte wie die Stege zur Lieferausstattung des Koffers), die Schlaufen trägt, die wohl ursprünglich zur Aufnahme von Werkzeugen gedacht waren. Vielleicht verwundert es etwas, dass ich lauter Wäscheklammern darin habe, aber die sind sehr nützlich, wenn man mit der Band draußen spielt: zum Festklammern der Noten, wenn Wind aufkommt. Warum so viele? Weil meine Bandkollegen manchmal keine dabei haben...
Außerdem ist noch ein Bleistift da (zum Schreiben von Anmerkungen auf die Notenblätter), ein Stapel Band-Visitenkarten, der Probenraumschlüssel (damit ich ihn nicht vergesse) und eine 9V-Ersatz-Batterie (für das Stimmgerät, den Vorverstärker oder auch einen vergesslichen E-Bassisten...). Hinter der Platte im Deckel befinden sich noch ein paar Kabel: Adapter Klinke-Cinch in klein und groß für den Anschluss von CD-Spielern o. Ä. an den Verstärker und um den Line-Eingang als Klinkeneingang benutzen zu können.

Wer hätte es gedacht: Mundharmonikas habe ich auch dabei! Sie befinden sich -- wie man hoffentlich unschwer erkennen kann -- unten in der Mitte, und zwar hinten die diatonischen, nach dem Quintenzirkel sortiert, und vorne die chromatischen. Ich habe je zwei 3-oktavige, eine 4-oktavige, eine Baritono (3 Oktaven) und zwei Bb-gestimmte, davon eine als Ersatz, falls die erste ausfällt. Eine Oktav-Mundharmonika in Harmonisch-Moll habe ich auch noch dabei (für Tango). Damit die Mundharmonikas beim Transport nicht durcheinanderpurzeln, lege ich noch zwei Schaumstoffstücke drauf (nicht im Bild gezeigt).

Rechts von den Mundharmonikas befinden sich der (selbstgebaute) Vorverstärker und das (ebenfalls selbstgebaute) Mikrofon (mit Poppschutz). Links von den Mundharmonikas befindet sich außer dem Dimmer ein Kasten Schraubendreher, ein Reparaturset, das Stimmgerät, eine Reisezahnbürste und eine (Probe-)Tube Zahncreme. Ach ja: und das Netzkabel für den elektrischen Anschluss natürlich... (leider auch nicht im Bild).

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(c) 2004/2005 Klaus Rohwer